Änderungen im Abrechnungsverfahren: Abrechnung SGB XI via KIM 

26. Juni 2024 2 min. Lesezeit

Änderungen im Abrechnungsverfahren: Abrechnung SGB XI via KIM 

Die „Technische Anlage zur Regelung der Datenübermittlung nach § 105 SGB XI“ legt die organisatorischen und inhaltlichen „Spielregeln“ für die Übermittlung der abrechnungs-relevanten Daten fest. Die neueste Version dieser Anlagen sieht vor, dass die Datenübermittlung der Abrechnungsdaten zukünftig mittels Kommunikation im Medizinwesen (KIM) innerhalb der Telematikinfrastruktur (TI) erfolgen kann bzw. soll.    

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Änderung ist der sogenannte elektronische Leistungsnachweis, der als XML-Datensatz den papiergebundenen Leistungsnachweis ersetzen kann bzw. soll. Die Übermittlung dieser Daten erfolgt via KIM. In der Tat ist es ein technisches Procedere. Daher verzichten wir an dieser Stelle auf weitere Ausführungen.  

Darüber hinaus soll in diesem Kontext die Unterschrift des/der Versicherten elektronisch eingeholt und übertragen werden. Dafür gibt es vier verschiedene Optionen in der TA:  

  1. „Bildunterschrift“ des/der Versicherten oder seines/ihres Vertreters z. B. via Smartphone oder Tablet 
  1. „Bildunterschrift“ des Vertreters/der Vertreterin via App 
  1. „Gescannter Papier-Leistungsnachweis“ mit der Unterschrift eines abwesenden Betreuers/einer abwesenden Betreuerin 
  1. „Alternative Bestätigungsmethode“ in bilateraler Abstimmung mit der Pflegekasse z. B. via egeko-eID Verfahren 

Wie geht es nun weiter? 

Bis zur Anwendung dieser Neuerungen zum 1.9.2024 gelten aktuell die nachfolgenden Vorlaufzeiten, um die relevanten Änderungen technisch zu entwickeln. 

  • Entwicklungsphase  

Sie gilt bis zum 31.8.2024 und wird von allen Marktteilnehmern – Kranken-/Pflegekassen, Rechnungsprüfstellen, Branchensoftwareanbietern und Abrechnungshäusern genutzt, um die technischen Voraussetzungen und Anpassungen in der Software vorzunehmen.  

  • Erprobungsphase 

Vom 1.9.2024 bis 30.11.2024 können die neuen Spielregeln nach bilateraler Abstimmung zwischen Leistungserbringer:innen bzw. deren Dienstleister:innen und den Pflegekassen getestet werden. 

  • Produktivbetrieb 

Ab dem 1.12.2024 haben die Pflegekassen die Voraussetzung zur Annahme von KIM-Abrechnungen gemäß SGB XI zu schaffen. 

  • KIM-Pflicht 

Nach jetzigem Stand besteht für die Leistungserbringer:innen ab dem 1.12.2026 die verpflichtende Umsetzung und damit die Pflicht zur Teilnahme an der TI. 

Wir als opta data Gruppe – bestehend aus verschiedenen Branchensoftwareanbietern und Abrechnungshäusern – werden die Neuerungen und Anforderungen selbstverständlich im Sinne unserer Kund:innen bzw. der Pflegeeinrichtungen umsetzen. 

Interessierten Kranken- bzw. Pflegekassen stehen wir als Testpartner gerne zur Verfügung.  

Bitte melden Sie sich bei Carsten Tummes (c.tummes@optadata-gruppe.de) oder Ingo Feldhaus (i.feldhaus@optadata-gruppe.de ). 

Carsten Tummes

Carsten Tummes, Diplom-Betriebswirt (VWA), ist seit 1995 in der opta data Gruppe tätig. Im Stabsbereich „Krankenkassenmanagement“ stehen die Prozesse rund um die Abrechnung mit den Krankenkassen im Fokus. Der Bereich ist interne und externe Anlaufstelle, um die operative Zusammenarbeit zwischen den Abrechnungsgesellschaften der opta data Gruppe und den Krankenkassen und Rechnungsprüfstellen zu optimieren und neue Prozesse und Verfahren zu etablieren.